Popkurs Hamburg Verhaltenskodex
(unter Beachtung des Verhaltenskodex der Hochschule für Musik und Theater Hamburg)
Präambel
Der Popkurs Hamburg fördert die Teilnehmenden bei der individuellen Entwicklung ihres Talentes, ihrer künstlerischen Persönlichkeiten und ihrer musikalischen Ausdrucksweisen.
Unterstützt werden dabei die Freiheit im Denken, Erfindungsgeist, Spontanität und Improvisation. Für die künstlerische Arbeit der Teilnehmenden werden keinerlei inhaltliche Vorgaben gemacht.
Unsere Leitwerte sind Vertrauen, Respekt, Gerechtigkeit und Toleranz.
Wir setzen uns für ein Miteinander ein, bei dem sich alle wohlfühlen, und legen Wert auf einen fairen Umgang.
Ein rücksichtsvolles Zusammenkommen ist nur möglich, wenn alle gemeinsam hierfür Verantwortung übernehmen.
Antidiskriminierung
Alle Bewerbenden und Teilnehmenden sind uns in ihrer Diversität herzlich willkommen. In der Musikbranche unterrepräsentierte Personengruppen werden von uns nach Möglichkeit besonders berücksichtigt.
Alle Teilnehmenden sollen während des Kurses bestmögliche Förderung und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten erhalten.
Wir streben an, dass sich weder teilnehmende noch unterrichtende Personen benachteiligt, diskriminiert oder ausgegrenzt fühlen.
Der Popkurs soll ein geschützter Ort sein für alle daran teilnehmenden Menschen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, ethnischem/religiösem/sozialem Hintergrund oder sexueller Orientierung.
Jegliche Art von persönlicher oder gruppenbezogener Diskriminierung oder Bevorzugung lehnen wir ab. Ebenso jede Form von Gewalt, sexueller oder sonstiger Belästigung.
Nicht geduldet werden z.B. Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Bodyshaming, Ableismus oder Klassismus.
Kommunikation und Konfliktlösung
Wir kommunizieren wertschätzend und respektvoll miteinander. Dabei lassen wir unterschiedliche Sichtweisen zu und sind offen für Anregungen. Wir beachten die Grenzen anderer.
Uns ist bewusst, dass es Privilegierungsunterschiede gibt. Wir setzen uns deshalb mit unseren eigenen Privilegien auseinander und arbeiten an unserer Achtsamkeit. Wir lehnen jede Form von Machtmissbrauch ab.
Wenn Unterrichts- oder Coachingeinheiten mit körperlichem Einsatz verbunden sein können (z.B. Improvisationstraining, Vocal Coaching), dann wird im Vorfeld darüber gesprochen. Alle Beteiligten dürfen körperliche oder sonstige Interaktionen zu jeder Zeit ablehnen oder Übungen abbrechen und müssen sich dafür nicht erklären.
Im Falle von Spannungen und Konflikten, in denen eine direkte Kommunikation zwischen den Betroffenen nicht möglich ist, als schwierig oder nicht zielführend empfunden wird, bieten wir folgende Möglichkeiten an:
- Vertrauensgespräch (Beratung und Schlichtungsversuch) mit einer Person aus dem Leitungsteam oder einer anderen selbstgewählten Person aus dem Team
- Aufstellen einer Awareness Box, in die schriftlich und anonym Vorfälle, Beschwerden, Wünsche usw. eingegeben werden können. Der Inhalt wird regelmäßig während der Kurszeit ausgewertet und es wird an Lösungen gearbeitet.
Zusammenarbeit zwischen Dozierenden und Teilnehmenden
Zur Ethik des Popkurs Hamburg gehört es, die Teilnehmenden in ihren kreativen Prozessen und ihrer künstlerischen Entfaltung zu unterstützen, ohne sie an sich zu binden und/oder eigene Vorteile daraus zu schöpfen.
Weder während des Kurses noch innerhalb einer Karenzzeit von sechs Monaten nach Beendigung soll eine über den Kurs hinausgehende Zusammenarbeit mit Dozierenden erfolgen – insbesondere, wenn diese mit Honorarzahlungen oder sonstigen bezahlten Leistungen an die Dozierenden verbunden ist.
Beim Coaching für Songwriting, Texten und Arrangements sind die Gestaltungsvorschläge und Ideen der Dozierenden als Impulse zu verstehen, die verwendet, aber auch abgelehnt werden dürfen. Alle Urheberrechte, die während der Popkursphasen entstehen, gehören allein den Teilnehmenden.
Für alle Teilnehmenden soll es größtmögliche Chancengleichheit geben, sich bei den Konzerten des Popkurses zu präsentieren.
Soweit Teilnehmende oder Alumni von Mitgliedern des Popkurs Teams für Projekte, Stipendien, Studioarbeit, Auftrittsmöglichkeiten usw. ausgewählt oder empfohlen werden, soll dies allein nach sachlichen Gesichtspunkten erfolgen. Alle sollen fair berücksichtigt werden. Eventuelle persönliche Nähe zu den Empfehlenden darf keine Rolle spielen.